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Freie Rede spielerisch vermittelt
 




Bildunterschrift: Bereits jetzt warten die Teilnehmerinnen des Seminars „Frauen im Sportverein und in Sportverbänden“ auf die Fortsetzungsveranstaltung. Foto: Renate Fassoth

Mit modernen Präsentationsmitteln wie Powerpoint und Videokamera wurden die Lehrgangsinhalte leicht und kurzweilig vermittelt. Und spätestens nach dem lauten akzentuierten Vortragen von Strophen aus Goethes „Zauberlehrling“ - stehend, gehend und selbst beobachtend im Spiegel - wurde jedem klar, was Sprechwirkung und Körpersprache in der Kommunikation ausmachen. Sie bestimmen zu 54 Prozent, wie der Inhalt ankommt. „Der Satz muss rote Backen haben“, fasste Scheer-Schneider zusammen: Er muss farbig, betont, ausdrucksstark daher kommen. Nur so könne ein Satz, der beim Zuhörer nur mit einer neunprozentigen Wahrnehmung ankomme und über 37 Prozent mit dem Tonfall sowie den erwähnten 54 Prozent über die nonverbale Körpersprache vermittelt werde, bei der Kommunikation überhaupt mithalten.
Reden und Sätze sollten deshalb mit viel Energie beginnen und Bildassoziationen wecken, so Scheer-Schneider. Frei nach dem Motto von Pablo Picasso: „Wenn es nur eine einzige Wahrheit gäbe, könnte man nicht hundert Bilder über dasselbe Thema malen“. Es folgten Beschreibungen über die eigene Wahrnehmung. Etwa, warum sie ein bestimmtes Bildmotiv angesprochen hatte.

Leichtfüßig durch die Gesprächsregeln geführt!

Schritt für Schritt schwebte so die Gruppe leichtfüßig von den Regeln der Gesprächsführung bei Diskussionen und der Führung von Versammlungen zum professionellen Leiten von Besprechungen. Die Methoden des Argumentierens wurde verknüpft mit effektiven Steuerungsfragen: Welches Ziel wollen wir konkret ansteuern?, Inwiefern bringt uns das, was wir jetzt besprechen, weiter an unser Ziel heran?, Wie viel Zeit wollen wir für dieses Thema jetzt noch aufwenden?
Alles dies soll bei der Besprechungsleitung und dem effektiven und effizienten Gestalten von Besprechungen helfen. Auch die Behandlung von Geschäftsordnungsanträgen, was sind solche Anträge und wie gehe ich in einer Hauptversammlung damit um, wurden besprochen und eingeübt.
Locker im Kreis stehend bereitete Marita Scheer-Schneider die Teilnehmer spielerisch beim Zuwerfen eines Spielballs auf die freie Rede vor. Der gefangene Ball verpflichtete, eine Karte mit einem Begriff aus den Grundlagen der Kommunikation zu erläutern. So wurde unter anderem Körpersprache und die Wirkung der eigenen Persönlichkeit im Wechselspiel mit der Selbst- und Fremdwahrnehmung im Vorbeigehen erkannt.
„Lehrreich und auf den Punkt gebracht“, so lautete schließlich das Resümee der Teilnehmerinnen. Verbunden mit der Hoffnung auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr. Zum Erfolg des Seminars trug nicht nur die Referentin Marita Scheer-Schneider bei, sondern auch Petra Scheible, Sportwartin und stellvertretende Vorsitzende des Sportkreises, durch ihre hervorragende Organisation der Fortbildung.
 
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