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Sportkeistag 2009 in Nauheim | 


| Erstes Bild: von li nach re, Norbert Lindemann, Renate Gotthold, Kai Friedman, vorn Corinna Geiss, Christine Gnida, Wolfgang Glotzbach, Hans-Jürgen Krug, Petra Scheible, Detlef Volk.
Zweites Bild: Sportlich eröffnet hatte die Jugendturnerriege des TV 1888/94 Nauheim diesen Sportkreistag.
Drittes Bild: Für eine rege Diskussion sorgte Werner Damm, Sportreporter beim Hessischen Rundfunk.
Weniger mit seinem Rückblick über die Olympischen Spiele der Neuzeit im Wandel. „Wie komme ich ins Fernsehen?“ hieß der zweite Teil des Vortrags. Selbst erfolgreiche Bundesligasportler im Radball aus Ginsheim oder die Ausrichtung hessischer Badminton-Meisterschaften seien kein ausreichender Grund mehr für eine Berichterstattung im HR, kritisierten Vereinsvertreter. Neben sportlichen Erfolgen sei auch der menschliche Hintergrund ausschlaggebend, erklärte Damm. Ein sehr schwieriges Feld, wie er zugab. Bei nur vier Minuten Sendezeit in den Nachrichten, wovon ein teil dem Fußball gehöre, bleibe wenig Platz übrig. Letztendlich zähle auch beim HR nur die Quote, sagte er. Dieter Hochgesand, beim Landessportbund für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit zuständig, versprach Rat und Hilfe. Die Mitarbeiter beim lsbh in Frankfurt stünden den Vereinen bei diesen Problemen zur Seite.
Ehrungen Sportkreistag
Mit der Ehrennadel in Silber des Landessportbundes Hessen wurde Lutz Scheibe (TGS Walldorf) beim Sportkreistag ausgezeichnet. Seit 50 Jahren engagiert er sich für den Handballsport, ist heute unter anderem Vorsitzender des Handball-Bezirks 08 Darmstadt. Ebenfalls die Ehrennadel in Silber bekamen Klaus-Peter Amend (TV Erfelden), Kurt Becker (TV Büttelborn) und Werner Friedrich (TuS Rüsselsheim). Die bronzene Ehrennadel gab es für den Bezirksschiedsrichterwart Ronald Balß (SKG Bauschheim) und Pressewart Hartmut Tron (TGS Walldorf). Die Verdienstnadel in Bronze bekamen Reinhold Meier (RRV Dornheim) Manfred Möller (RV Bischofsheim)und Karl-Heinz Müller (RSG Ginsheim).
"Dem Sportkreis ein Gesicht gegeben"
Vorsitzender Wolfgang Glotzbach wurde für seine erste Amtszeit gelobt. Er habe dem Sportkreis in den vergangenen drei Jahren ein Gesicht gegeben“, sagte Erster Kreisbeigeordneter Thomas Will. Keine leichte Aufgabe, nachdem er die Nachfolge von Manfred Gollenbeck angetreten hatte. Sportkreistage seien etwas besonderes, so Will. Nicht nur, weil sie nur alle drei Jahre stattfinden, sondern weil sich hier die Repräsentanten des Sports im Kreis Groß-Gerau treffen, sich austauschen und den Vorstand neu wählen. Der Kreis leiste ebenfalls seinen Beitrag zur Förderung des Sports. Will nannte beispielhaft die Fortschreibung des Sportentwicklungsplans und die Umgestaltung der Schulhöfe in Bewegungsflächen für Kinder. Erfreulich für die Vereine seine Aussage, sich auch in Zukunft weiter für die kostenlose Nutzung der Kreissporthallen einsetzen zu wollen. Dieter Hochgesand, Präsidiumsmitglied des Landessportbundes (lsbh), wies in seinem Grußwort auf den sich andeutenden Wandel in der Bevölkerung hin. Bereits jetzt zeige sich ein deutlicher Zuwachs der Mitglieder ab 65 Jahren. Deshalb müsse sich verstärkt Gedanken über die Personalentwicklung gemacht werden. Dies betreffe sowohl die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen und Verbänden, als auch die hauptamtlichen Trainer und Funktionäre. Im lsbh werde derzeit eine Übungsleiteroffensive diskutiert, in die auch Hausfrauen, Renter und Arbeitslose mit einbezogen werden sollen. Neben dem Mitgliederrückgang sprach Hochgesand auch Probleme bei der finanziellen Grundsicherung der Vereine an. Dies könne zu einer Gefährdung der guten sportlichen Angebote führen. Hochgesand forderte eine Anhebung der Landesgelder, die sich aus den Einnahmen von Lotto-Hessen finanzieren. Themen, die auch Glotzbach in Ergänzung zum vorgelegten schriftlichen Bericht aufgriff. Ein aktuelles Problem seien rückläufige Mitgliederzahlen. „Ist die Struktur unserer Vereine noch zeitgemäß?“, fragte er deshalb. Vereine seien heute vor allem Dienstleistungsbetriebe, würden mit Fitnessstudios verglichen und müssten deshalb möglichst professionell geführt werden. Auch die Finanzverwaltung in einem Verein sei heute kaum noch allein ehrenamtlich zu bewältigen. Besonders das Finanzamt achte genau auf die Abrechnungen bei Vereinsveranstaltungen, der Freiraum früherer Jahre sei stark eingeengt worden. Als weitere große Herausforderung für die Arbeit der Zukunft nannte Glotzbach die Zusammenarbeit mit den Schulen, um für die Zunahme der Ganztagsschulbetriebs gewappnet zu sein. In weiteren Grußworten würdigten Nauheims Bürgermeister Ingo Waltz (SPD) und die CDU-Landtagsabgeordneten Burghardt und Schork das Engagement der Sportler, Trainer und Helfer in den Vereinen. Burghardt sagte auch, das Land habe mit dem Haushalt den Zuschuss für den Sport um eine Million Euro aus dem Lotto-Topf erhöht. dv
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